Starke Entwicklung, große Kämpfe und ein emotionaler Ausblick
Für unsere U19-Auswahl ging es beim diesjährigen Länderturnier von Beginn an direkt gegen einen echten Härtetest: den späteren Turniersieger Baden-Württemberg, amtierender Länderpokalsieger und am Ende erneut die stärkste Mannschaft des Wochenendes.

Unsere Pitcher, Emma Pfaunsch, Emily Schertel und Josefine Klinc, fanden zu Beginn noch nicht konstant die Zone, wodurch wir früh unter Druck gerieten und nicht richtig ins Spiel fanden. Rückblickend zeigte sich jedoch: Gegen Baden-Württemberg hatten auch andere Teams große Probleme – und unser Auftritt war im Vergleich keineswegs so deutlich unterlegen, wie das Ergebnis zunächst vermuten ließ.
Im zweiten Gruppenspiel wartete Nordrhein-Westfalen – und hier entwickelte sich direkt ein echter Krimi. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, jede Aktion konnte spielentscheidend sein. Erst in den Extra Innings fiel die Entscheidung gegen uns. Ein Spiel, das genauso gut hätte in die andere Richtung kippen können.
Doch die Mannschaft zeigte Charakter.
Gegen Berlin platzte der Knoten. Die Pitcher arbeiteten deutlich sicherer, fanden konsequent die Zone und gaben der Defensive Stabilität. Der verdiente Sieg brachte neues Selbstvertrauen – und das war spürbar.
Auch gegen Hessen knüpfte das Team am nächsten Tag an diese Leistung an. Durch den klaren Erfolg konnten sogar neue Konstellationen ausprobiert und weiteren Spielerinnen wertvolle Spielzeit gegeben werden.
Die Belohnung: der Einzug ins Halbfinale – erneut gegen NRW.
Und wieder wurde es spannend. Unsere Pitcherin, Emily Hart zeigte eine herausragende Leistung, machte es den Schlagfrauen aus Nordrhein-Westfalen extrem schwer und hielt uns bis zum Schluss im Spiel. Die Mannschaft kämpfte leidenschaftlich, gab keinen Ball verloren – doch am Ende fehlte das berühmte kleine Quäntchen Glück. NRW zog ins Finale ein.
Dort traf Nordrhein-Westfalen erneut auf Baden-Württemberg. Der Länderpokalsieger ließ keinen Zweifel an seiner Klasse und sicherte sich den Turniersieg per Seven Run Rule.
Besonders stolz macht dabei die Entwicklung unserer Mannschaft über das gesamte Turnier hinweg. Nach schwierigem Start steigerte sich das Team kontinuierlich, zeigte Kampfgeist, Zusammenhalt und großes Potenzial.
Gleichzeitig schwingt auch etwas Wehmut mit: Für 6 Spielerinnen war es das letzte gemeinsame große Turnier im Bayernauswahl-Trikot. Altersbedingt verliert Bayern in diesem Jahr gefühlt die halbe Mannschaft – ein großer Umbruch steht bevor. Umso wichtiger war dieses Wochenende: als gemeinsamer Abschluss, als Erfahrung – und als Zeichen dafür, dass in diesem Team viel Herz, Qualität und Zukunft steckt.
Endstand des Turniers:
🥇 Baden-Württemberg
🥈 Nordrhein-Westfalen
🥉 Bayern
4️⃣ Berlin
5️⃣ Hessen
| 23.05.2026 | |
| Baden-Württemberg – Bayern | 11:1 |
| Berlin-Brandenburg – Nordrhein-Westfalen | 0:21 |
| Berlin-Brandenburg – Südwest/Hessen | 11:3 |
| Nordrhein-Westfalen – Baden-Württemberg | 2:20 |
| Nordrhein-Westfalen – Bayern | 9:8 |
| Südwest/Hessen – Baden-Württemberg | 1:23 |
| Bayern – Berlin-Brandenburg | 17:1 |
| 24.05.2026 | |
| Baden-Württemberg – Berlin-Brandenburg (HF1) | 11:1 |
| Nordrhein-Westfalen – Bayern (HF2) | 4:1 |
| Baden-Württemberg – Nordrhein-Westfalen (Finale) | 8:1 |




